Die Artikulation einwanderungsbedingter Vielfalt in der Praxis politischer Parteien

Politische Parteien und Vielfalt auf lokaler Ebene: Ein Vergleich zwischen Berlin und Paris

Daniel Volkert

Aufgrund gesellschaftlicher Heterogenität müssen sich demokratische Gesellschaften auf verschiedenen Ebenen mit neuen Herausforderungen auseinandersetzen. Politische Parteien sind aus zwei Gründen besonders gefordert: Zum einen stellt das politischen Ideal der Parlamente als gesellschaftliche Repräsentationsorgane die Parteien indirekt vor die Frage, inwieweit sich diese Vielfalt inhaltlich wie personell widerspiegelt und artikuliert. Zum anderen haben politische Parteien für die politische Inkorporation eine große Bedeutung, da sie als zentrale intermediäre Instanzen eine Teilhabe an wichtigen gesellschaftlichen Aushandlungs- und Entscheidungsprozessen ermöglichen.

Im Mittelpunkt des Dissertationsvorhabens steht somit die Frage, ob und wie sich in der Praxis politischer Parteien die zunehmende gesellschaftliche Vielfalt artikuliert. Welche Diskurse über Vielfalt herrschen in den Parteien vor? Welche Chancen und Herausforderungen werden mit dieser Vielfalt verbunden?

Anhand der Metropolen Paris und Berlin soll die dieser Frage vergleichend nachgegangen werden, um neben lokalen ebenso nationale Einflussfaktoren herauszuarbeiten.