WP_10-17_de

Vielfältige Gesellschaft – homogene Parlamente? Einwanderer in den Räten von Nordrhein-Westfalens Großstädten

von Karen Schönwälder und Christiane Kofri

Working Papers WP 10-17
Dezember 2010
ISSN 2192-2357 (MMG Working Papers Print)

Gesamttext: pdf

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Zusammenfassung
Die Inkorporation von Menschen mit Migrationshintergrund in das politische Leben Deutschlands ist ein noch wenig erforschtes Thema. Die vorliegende Studie will dazu beitragen, die bestehenden Forschungslücken zu füllen, indem sie die politische Inkorporation von Einwanderern auf kommunaler Ebene untersucht. Gegenstand der Untersuchung ist Nordrhein-Westfalen, Deutschlands größtes Bundesland. Trotz ihres signifikanten Anteils an der Bevölkerung und den Wahlberechtigten wird in den 29 hier untersuchten Großstädten eine paritätische Repräsentation der MigrantInnen bei weitem nicht erreicht. Deutschland versteht sich zwar mittlerweile als Einwanderungsland, hinsichtlich des Zugangs zu politischem Einfluss aber unterscheiden sich MigrantInnen und nicht-MigrantInnen deutlich. Allerdings ist das Niveau der politischen Repräsentation angestiegen, wobei es markante Unterschiede zwischen den einzelnen Städten und auch zwischen den politischen Parteien gibt. Die vorliegende Studie bietet ein detailliertes Bild der aktuellen Situation und entwickelt eine Reihe Hypothesen zu den Dynamiken der politischen Partizipation und Repräsentation der eingewanderten Bevölkerung Deutschlands.

Autorinnen:
Karen Schönwälder ist Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften (MMG), Abteilung für soziokulturelle Vielfalt, Göttingen.
Schoenwaelder(at)mmg.mpg.de

Christiane Kofri ist Politologin und Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften. Ihr Dissertationsvorhaben befasst sich mit der politischen Inkorporation von Migranten in deutschen Städten.
Kofri(at)mmg.mpg.de

Neben den Autorinnen haben weitere Personen an der Erarbeitung der hier vorgetragenen Forschungsergebnisse mitgewirkt: Thorsten Walbott, Anne Kühn, Gülten Kara und Ufuk Olgun haben geholfen, Kandidatenlisten und Zeitungen auszuwerten. Sören Petermann war ein unverzichtbarer Ratgeber bei der Ausarbeitung und Analyse unserer Umfrage.