Politische Institutionen und Konflikt

Direktorin: Ursula Daxecker

Das Max-Planck-Institut zur Erforschung religiöser und ethnischer Vielfalt tritt in eine neue Phase ein, in der der Forschungsschwerpunkt verstärkt auf Ungleichheit, Migration und demokratischer Stabilität liegt. Im Rahmen dieser Neuausrichtung hat die Max-Planck-Gesellschaft die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Ursula Daxecker (Universität Amsterdam) zur Direktorin ernannt. Daxecker wird eine neue Abteilung mit den Schwerpunkten Politische Institutionen und Konflikt aufbauen.

Die neu gegründete Abteilung „Politische Institutionen und Konflikte” untersucht den Zusammenhang zwischen politischen Institutionen und Konflikten im weitesten Sinne. Konflikte sind ein fester Bestandteil der Politik, können jedoch friedlich gelöst werden oder offen ausbrechen und in Gewalt umschlagen. Die Abteilung untersucht, wie Institutionen beeinflussen, ob Konflikte friedlich gelöst werden oder nicht, und wie Konflikte selbst Institutionen stärken oder schwächen können. Der empirische Schwerpunkt der Abteilung liegt auf dem Globalen Süden und kombiniert fortgeschrittene quantitative Methoden, wie umfragebasierte und beobachtungsbasierte kausale Inferenzdesigns, mit qualitativen Ansätzen, wie Feldforschung und Interviews. Mit dieser Forschung möchte die Abteilung neue, evidenzbasierte Erkenntnisse gewinnen, die für die Politik und die heutige Gesellschaft relevant sind.

Ich freue mich darauf, eine Abteilung zu leiten, die sich mit wichtigen Fragen der heutigen Gesellschaft weltweit befasst, beispielsweise wann und warum es zu politischer Gewalt kommt, wie Wahlprozesse ablaufen und wie es um die Demokratie steht. Die Abteilung wird sich auf innovative analytische und methodische Instrumente stützen, um das Ziel des Instituts, exzellente Sozialwissenschaften zu betreiben, voranzutreiben.
Ursula Daxecker
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