Großprojekte

Mehrere substantielle Forschungsprojekte werden entweder von multidisziplinären Teams, die koordiniert (oft über mehrere Standorte hinweg bzw. mit größeren Datensätzen) an einer zentralen Forschungsfrage arbeiten, oder von zahlreichen Wissenschaftler- und Projektinitiativen innerhalb eines Forschungsprogramms mit einem gemeinsamen Konzept oder Ansatz verfolgt.

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Academy for African Urban Diversity (AAUD)
The African continent is rapidly urbanizing. If this point is agreed upon by a wide variety of actors—from media, to governments, UN agencies, development banks as well as scholars—there is far less consensus about what this process will mean for Africans. As regional and global crossroads, African cities refract broader geo-economic and political trends, often in innovative, anticipatory and unexpected ways. The Academy of African Urban Diversity (AAUD) supports emerging scholars from across the social sciences who are attempting to provide answers to urgent questions related to Africa’s growing and diversifying cities. We do so through a multi-year series of workshops that brings together advanced doctoral students to debate and theorize the political, social and economic processes surrounding Africa’s urbanization. mehr
Asylbewerber/-innen zwischen Unterbringung und Integration: Institutionelle Anordnungen im Vergleich
Im Jahr 2015 hat Deutschland eine rasch ansteigende Anzahl von zuziehenden Migranten und Migrantinnen erlebt. Das bedeutet, dass Behörden und Institutionen seitdem verstärkt mit der Versorgung von ca. 750.000 Menschen im Asylverfahren beschäftigt sind. Die logistische Dimension dessen stellt eine immense organisatorische (sowie finanzielle) Aufgabe dar. Institutionen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene haben auf diese Aufgabe rasch reagiert, indem sie zwar zum Teil ad hoc, aber dennoch umfangreich und aufwendig eine Vielzahl von verschiedenartigen Orten und Strukturen der Unterbringung von Asylbewerber/-innen geschaffen haben. Die Art der institutionellen Arrangements während der Unterbringung ist entscheidend für die Strukturierung der weiteren Partizipationsmöglichkeiten der Asylbewerber/-innen in der Gesellschaft. In diesem Projekt wird in einer vergleichenden Studie zwischen Hannover, Göttingen und Wolfsburg danach gefragt, inwiefern verschiedene Akteure die Konfiguration von institutionellen Arrangements beeinflussen, sowie inwieweit Letztere die Lebensverläufe der Asylbewerber/-innen beeinflussen und welche gesellschaftlichen Positionierungen daraus erwachsen. mehr
Das DATARAMA
Für Wissenschaftler, die mit visuellen Daten arbeiten, sind die Einschränkungen herkömmlicher Anzeigegeräte inhärent, und Software kann die Datenerfassung, -analyse und -darstellung stark einschränken. Mit dem Datarama hat das Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften eine Reihe unverwechselbarer visueller Datenlösungen für eine Reihe wissenschaftlicher Anwendungen entwickelt, um den Komplexitäten und Herausforderungen moderner Datenworkflows zu begegnen. mehr
Die Herausforderungen von Migration, Integration und Exklusion
Die von der Max-Planck-Gesellschaft finanzierte Forschungsinitiative Herausforderungen von Migration, Integration und Exklusion (WiMi) ist auf drei Jahre angelegt (2017–2020). Die Leitung liegt bei Prof. Dr. Marie-Claire Foblets (Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung, Halle/Saale) und Prof. Dr. Ayelet Shachar (Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften, Göttingen). Projektkoordinatorin ist Dr. Zeynep Yanasmayan (Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung, Halle/Saale). mehr
Städte und die Herausforderungen der Diversität: eine Studie in Deutschland und Frankreich
Diversität ist seit langem ein besonderes Kennzeichen von Städten und ihren Bevölkerungen. Durch neuartige Prozesse der Diversifizierung aber sind neue Herausforderungen entstanden. Während die Einwanderer der Nachkriegsjahrzehnte mittlerweile fest niedergelassener und auch anerkannter Teil der Bevölkerung geworden sind, führen anhaltende Migrationsprozesse zu einer zunehmenden Heterogenität der Bevölkerung. Weitere Prozesse, wie zum Beispiel die Entwicklung unterschiedlicher Formen von Familie und Partnerschaft, tragen zu einer wachsenden Vielfalt der Lebensformen und -ideale bei, insbesondere unter den EinwohnerInnen großer Städte. Politisch haben die Anerkennung von Differenzen und die Entwicklung von „Diversitätspolitiken“ an Bedeutung gewonnen. mehr
Zivilgesellschaftliche Organisationen und die Herausforderungen von Migration und Diversität: Agents of Change (ZOMiDi)
Das Projekt untersucht, wie und wodurch zivilgesellschaftliche Organisationen sich in Ausein­andersetzung mit Migration und gesellschaftlicher Vielfalt verändern. Zivilgesellschaftliche Organisationen spielen eine zentrale Rolle für gesellschaftliche Selbstorganisations- und Parti­zipationsprozesse; sie sind unverzichtbar für die gesellschaftliche Integration in entwickelten Demokratien. Allgemein wissen wir heute, dass Migrationsprozesse auch die aufnehmenden Gesell­schaften verändern. Gleichzeitig aber wissen wir um die Beharrungskraft von Institutionen und Organisationen und die damit oft in Verbindung gebrachten Prozesse von Exklusion und Diskriminierung. Das Projekt untersucht dieses Spannungsverhältnis mit einem Schwerpunkt auf Bedingungen und Akteure, die Veränderung in Richtung von mehr Offenheit, Vielfalt und Partizipation vorantreiben. Der Fokus liegt auf Organisationen, für deren Identität Differenz und Teilhabe konstitutiv sind, da sie bestimmte, potentiell benachteiligte Bevölkerungsgruppen vertreten. mehr


Abgeschlossene Großprojekte

Diversity and contact (‘DivCon’) (abgeschlossen)
The Diversity and Contact project was concerned with the ways in which the socio-demographic and cultural diversity of societies affects the social interactions and attitudes of the individuals and groups within them. Focusing on Germany, where in some cities more than one third of the population are first- or second-generation immigrants, it examined how this phenomenon impacts on the ways in which urban residents interact, form friendships and come to trust or resent each other. An interdisciplinary team including colleagues from Oxford and Montreal applied a mixed-methods design combining a three-wave panel survey, qualitative fieldwork, area explorations and analysis of official data. A book and a number of high-level journal articles present representative findings on the frequency, contexts and consequences of intergroup interaction and deeper insights into how residents experience different neighbourhood contexts. In particular, it demonstrated that high levels of immigration-related diversity are associated with high levels of interaction and that fears of conflict and disintegration are not justified. Moreover, even rather superficial contact furthers positive attitudes to the other and to diversity. mehr
GlobaldiverCities (abgeschlossen)
Enabled by an Advanced Investigator Grant from the European Research Council (ERC) to Prof. Vertovec, the GlobaldiverCities project is able to undertake simultaneous, multi-disciplinary comparative research in three significant contexts undergoing rapid diversification. The project’s core research question is: In public spaces compared across cities, what accounts for similarities and differences in social and spatial patterns that arise under conditions of diversification, when new diversity-meets-old diversity? The project entails qualitative research in three contexts of super-diversity: New York (a classic city of immigration with new global migrant flows in a broadly supportive political context), Singapore (dominated by racial-cultural politics, and wholly dependent on new, highly restricted migrants), and Johannesburg (emerging from Apartheid with tensions around unregulated new, pan-African migrant flows). mehr
Super-Diversity, South Africa (abgeschlossen)
The Max Planck Institute for the Study of Religious and Ethnic Diversity (MPI-MMG) launched the Super-Diversity South Africa (SDSA) program in 2010.  The program supports research on ‘super-diversity’ in the context of contemporary South Africa, where multiple, longstanding modes of ethnic and religious diversity are subjected to new migration flows that are varied in terms of countries of origin, ethnicity, language, gendered channels of mobility, education, occupation, and location. mehr
Die Vielfalt der Bedürfnisse und Zukunftsvisionen von Geflüchteten (abgeschlossen)
2015 reisten mehr als eine Million Schutzsuchende nach Deutschland ein. Eine so große Zahl an Neuankömmlingen in einer so kurzen Zeit stellt das Land vor neue Herausforderungen.Deshalb besteht die dringende Notwendigkeit mehr über Asylsuchende, ihre Situation und Lebensumstände zu erfahren. mehr

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