Nastia Nedjai
Vita
Nastia Nedjai ist Doktorandin in der Abteilung Ungleichheit, Transformation und Konflikt. Ihre Forschungsinteressen liegen an der Schnittstelle von politischer Soziologie und politischer Ökonomie, mit Schwerpunkt auf der langfristigen Transformation von Arbeitsmärkten, Wohlfahrtsstaaten und sozialen Konflikten. In ihrer Masterarbeit untersuchte sie, wie der Wandel des Wohlfahrtsstaates und der Sozialpolitik die politische Partizipation vulnerabler Arbeitsmarktgruppen beeinflussen.
Nastia studierte Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Dort schloss sie sowohl ihren Bachelor- als auch ihren Master erfolgreich ab, und verbrachte zudem ein Semester an der École Normale Supérieure d'Ulm in Paris. Während ihres Studiums entwickelte sie eine große Begeisterung für empirische Sozialforschung. Sie führte qualitative Interviews durch, absolvierte Feldforschungstrainings in Kooperation mit den Vereinten Nationen in Genf, lehrte als Tutorin quantitative Methoden und Statistik und betreute hinterher im Team telefonische Datenerhebungsprojekte im Auftrag der IG Metall. Das Vielerlei an frühen Forschungserfahrungen prägt ihre wissenschaftliche Arbeit bis heute.
Darüber hinaus sammelte sie erste professionelle Erfahrungen als Redaktionsleitung im akademischen Verlagswesen und arbeitete an verschiedenen Einrichtungen der Humboldt-Universität, darunter an den Lehrstühlen für Makrosoziologie sowie Arbeit- und Geschlechterverhältnisse. Sie trug außerdem zur Forschung in der Abteilung Konsens und Konflikt am Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung bei und gewann erste Einblicke in die politische Praxis im Deutschen Bundestag.
Aufbauend auf diesen Erfahrungen und Interessen wird ihre Doktorarbeit weiterhin politökonomische Perspektiven mit Fragen und Herausforderungen des politischen Verhaltens und Konflikts in west- und osteuropäischen Demokratien verknüpfen und ausgestalten.