Vita

Jelena Radovanović ist Historikerin und beschäftigt sich mit der Geschichte des Osmanischen Reiches und Südosteuropas mit Schwerpunkt auf der transformativen Periode des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. In ihren Untersuchungen stützt sie sich auf Archivquellen in osmanischem Türkisch und slawischen Sprachen, um umfassendere Themen von Rechtsbegegnungen, Staatsbildung und Diskurse über Zivilisation und Modernisierung zu beleuchten. Ihre Dissertation "Contested Legacy: Property in Transition to Nation-State in Post-Ottoman Niš", die sie kürzlich an der Princeton University verteidigte, analysiert, wie Serbien seine auf westlichen Modellen basierenden Eigentumsgesetze in einem annektierten Gebiet umsetzte, in dem Eigentum zuvor durch eine komplexe Überschneidung von islamischem Recht, dem osmanischen Landgesetzbuch, lokalen Vorschriften und Gewohnheiten geregelt worden war. Ihr aktuelles Forschungsprojekt befasst sich mit den islamischen religiösen Stiftungen (waqfs) - einer bedeutenden osmanischen Institution, in der sich Wohltätigkeit, Glaube, Infrastruktur, Stadtentwicklung, wirtschaftliches Unternehmertum, Hygiene und Legitimität überschneiden - und zeichnet deren Erbe im post-osmanischen Raum nach.

Forschungsprojekte


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