Prof. Andreas Wimmer (Columbia University)

Vita

https://www.awimmer.com/

Andreas Wimmer ist Lieber Professor für Soziologie und politische Philosophie an der Columbia University. Er studierte an der Universität Zürich, wo er 1992 in Sozialanthropologie promovierte und zwei Jahre später habilitierte. Zuvor war er Gründungsdirektor zweier interdisziplinärer Forschungsinstitute: des Schweizerischen Forums für Migrations- und Bevölkerungsstudien an der Universität Neuenburg (1995 bis 1999) und der Abteilung für politischen und kulturellen Wandel am Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn (1999 bis 2002). Während seiner Tätigkeit am Forum für Migrationsforschung war er Berater mehrerer Schweizer Regierungsstellen und -ausschüsse. Wimmer war auch als Berater für internationale Organisationen wie den Internationalen Währungsfonds, UNICEF, die Regierungen Deutschlands und der Schweiz sowie verschiedene NGOs tätig. Er erhielt das renommierte Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft, war Senior Associate Member des St Antony's College der Oxford University, Stipendiat des Center for Advanced Studies Berlin, Gastprofessor für Ethnologie und Soziologie an der Harvard University, Gastprofessor an der Universität Paris und dem Institute for Research in Humanities der Universität Kyoto sowie Professor für Soziologie an der Princeton University.

Andreas Wimmers Forschung zielt darauf ab, die Dynamik von Nationalstaatenbildung, ethnischer Grenzziehung und politischem Konflikt aus einer vergleichenden Perspektive zu verstehen. Seine Schriften zeigen, wie der Aufbau einer Nation die ethnische Differenz politisiert und unter welchen Bedingungen verschiedene Formen von Ausgrenzung und Konflikten entlang ethnischer, nationaler oder rassischer Grenzen entstehen. Er hat dieses Thema über mehrere Disziplinen hinweg verfolgt, wobei er sich auf Beispiele aus der Dritten Welt und der entwickelten Welt konzentriert und verschiedene methodische und analytische Strategien anwendet: anthropologische Feldforschung, Netzwerkstudien, quantitative länderübergreifende Forschung, eine vergleichende historische Analyse der schweizerischen, irakischen und mexikanischen Nationalstaatsbildung sowie politikorientierte Forschung zur Einwanderung und Prävention ethnischer Konflikte.

Am MPI-MMG hat Prof. Wimmer das Projekt über Geselligkeit und Konflikt mit entwickelt.

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